2013 haben wir den Garten meiner Schwiegereltern umgestaltet und hierbei habe ich mir meinen Wunsch eines Lehmofens erfüllen dürfen. Bis zur endgültigen Fertigstellung waren es 2 Jahre. Das Recherchieren und Planen im Vorfeld hat viel Spaß gemacht und gefühlt habe ich 100-mal umgeplant, bis ich mich für die jetzige Bauart und Technik entschieden habe.
Befeuert wird er im Backraum und je nach Speise wird die Glut herausgenommen oder nach hinten zusammengeschoben. Die Rauchgase werden noch einmal über die Lehmsteine geführt, um die Abwärme zu nutzen.
Das Kochen / Backen in der Outdoorküche ist für mich Entspannung, denn das Anheizen des Ofens und die Zubereitung der Speisen muss geplant werden und wird von mir zelebriert. Außerdem ist es eine
schöne Art, Zeit mit Freunden und Verwandten zu verbringen.
Potjie (sprich: „Poikie“) ist ein dreibeiniger, gusseiserner Topf aus dem südlichen Afrika mit Ursprung im späten Mittelalter Zentraleuropas. Holländiche Siedler (Buren) brachten diese Töpfe nach Afrika, von wo aus sie sich schnell verbreiteten.
Ich brachte mir einen Potjie aus einem Namibia Urlaub mit.
Potjiekos („Poikiekos“) ist das darin zubereitete Gericht, direkt übersetzt Pot-Kost und entspricht etwa einem Eintopf im ursprünglichen Sinne.
Das Essen wird in nur einem Topf zubereitet. Was übrigens nicht unbedingt etwas mit einer Suppe zu tun haben muss.
Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Biltong ist eine Spezialität in Namibia und Südafrika. Für die Herstellung von Biltong wird häufig Rindfleisch verwendet aber auch Strauß, Kudu, Springbock, Eland, Gemsbock und anderes wird gerne genutzt.
Das Fleisch wird in Streifen geschnitten, mit einer Würzmischung aus braunem Zucker, Salpeter, Koriander und Pfeffer eingerieben, mit Essig beträufelt und zugedeckt 6 bis 8 Stunden ziehen lassen. Hängend wird das Fleisch dann luftgetrocknet, bis es den gewünschten Trocknungsgrad erreicht hat. Danach wird es in dünne Chips geschnitten und als Snack gegessen.
Halb getrocknet ist Biltong drei Wochen haltbar, voll getrocknet etwa zwei Jahre.
Die Herstellung von Biltong in Regionen ohne trockene Luft ist mit Hilfe einer „Biltong Box“ möglich, einer beheizten und belüfteten Kiste, in der das Fleisch zum Trocknen aufgehängt wird.
Bei dem gemauerten Grill, neben dem Ofen, wird nicht der Grillrost hoch und runter gelassen, um die Hitze zu regulieren, sondern die Feuer- bzw. Glutschale. So kann das Grillgut darauf
verbleiben.
Eine Vorrichtung für einen Spieß ist zwar schon eingebaut, aber den Spieß gibt es noch nicht.
Auch ein Braai machen (Grillen) wie man in Namibia sagt, zelebriere ich gerne.